Der Morris-Kanal

Ein Reych, das von Newark nach Dover gezogen ist, hat diesen Weg nicht erfunden. Sechzig Jahre vor dem Umzug war die Linie schon gebaut — als Wasserstraße. Der Morris-Kanal verband genau diese beiden Städte, und er trug das Eisenerz aus den Gruben von Morris County an den Passaic. Wer wissen will, warum Dover und Newark zusammengehören, findet die Antwort im Kanal.

Die Konzession von 1824

Am 31. Dezember 1824 erhielt die Morris Canal and Banking Company ihre Konzession. Im selben Jahr begann in Newark der Bau. 1831 war der Kanal bis Newark fertig, am 20. Mai 1832 wurde er offiziell eröffnet. Zwischen 1834 und 1836 kam die Verlängerung nach Jersey City hinzu.

Die Maße sind auch nach heutigem Maßstab beachtlich: 107 Meilen Länge, 23 Schleusen und 23 geneigte Ebenen, mit denen ein Höhenunterschied von 914 Fuß überwunden wurde. Der Kanal lief vom Lake Hopatcong durch das Tal des Rockaway River über Dover und Boonton und endete in Newark am Passaic.

Boote über Berge

Die geneigten Ebenen sind das, was diesen Kanal berühmt gemacht hat. Wo andere Kanäle Schleusentreppen bauten, zog der Morris-Kanal seine Boote auf Wagen über die Hügel. Den Antrieb lieferten Wasserräder, später Turbinen. Es war die erste Anwendung dieser Bauweise in Amerika, und sie war der Grund, weshalb der Kanal überhaupt möglich war: Ohne die geneigten Ebenen wären die 914 Fuß Höhenunterschied zwischen dem Hochland und dem Hafen nicht zu bewältigen gewesen.

Erz von Dover nach Newark

Am 1. November 1830 wurde der Abschnitt zwischen Dover und Newark erstmals befahren — mit Booten, die Eisenerz und Eisen geladen hatten. Das ist der Kern der Sache: Der Kanal war keine Ausflugsstrecke, sondern eine Frachtlinie, und die Fracht kam aus dem Morris County. Bei Wharton, wenige Kilometer flussaufwärts von Dover, speiste der Rockaway River den Kanal und brachte Kohle und Eisenerz heran.

1866 erreichte der Verkehr seinen Höchststand: 889.220 Tonnen Fracht in einem Jahr.

Wie der Kanal endete

Dann kam die Eisenbahn, und sie war schneller, ganzjährig befahrbar und billiger. Die Etappen des Endes:

Das Hafenbecken in Dover wurde zugeschüttet. Darauf liegt heute der JFK Memorial Commons Park — ein Stadtpark auf einem Kanalhafen. Seit dem 1. Oktober 1974 steht der Morris-Kanal im National Register of Historic Places; entlang der alten Strecke ist ein Greenway geplant, der mehrere Counties verbinden soll.

Der Kanal und das Reych

Die Schlaraffia Newarka wurde 1890 in Newark gestiftet, am Ende des Kanals, und sippt heute in Dover, an seinem oberen Lauf. Die Burg in Dover heißt Trutze Passaica der Fuchsbau — nach dem Passaic, dem Fluss von Newark. Das ist kein weit hergeholter Bezug: Der Rockaway River, an dem Dover liegt, ist ein Zufluss des Passaic. Der Kanal hat diese Verbindung mit dem Spaten nachgezeichnet, das Reych hat sie ein Menschenalter später zu Fuß genommen.

Wer über den Morris-Kanal liest, stößt also auf eine deutschsprachige Runde, die dieselbe Strecke gegangen ist wie die Erzboote von 1830. Die Geschichte des Reyches steht auf der Seite Geschichte.

Die Angaben zum Morris-Kanal, zum Rockaway River und zur Stadt Dover stammen aus öffentlich zugänglichen Darstellungen und sind dort einzeln nachprüfbar; Stand der Abfrage ist der 28. September 2026. Zum geplanten Greenway nennen wir bewusst keine Länge und keine Liste der beteiligten Counties, weil der Planungsstand sich ändert. Die Verbindung zwischen Kanal und Reych ist eine geschichtliche Parallele, kein urkundlicher Zusammenhang: Dass das Reych seinen Umzug mit dem Kanal begründet hätte, ist nicht belegt und wird hier nicht behauptet.

Zusatzinformationen

Der Morris-Kanal Deutsch in New Jersey

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